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Pornografie

Wusstest du, dass das Wort Pornografie aus der griechischen Sprache stammt? Es bedeutet wörtlich unzüchtige Darstellung von griechisch "pórne" = Dirne, "pornos" = Hurer, auch Unzüchtiger, "porneía" = Unzucht und altgriechisch "graphein" = malen, schreiben, beschreiben.

Bestimmt bist du in deinem Leben auch schon einmal mit Pornografie in Kontakt gekommen. Heute bezeichnet
man Darstellungen von sexuellen Handlungen in Texten und Bildern oder Filmen, die andere beim Lesen oder Anschauen erregen können, als pornografisch. Dabei wird im Gegensatz zu erotischen Bildern, Texten oder Filmen Sex möglichst deutlich gezeigt.
Pornografische Produkte dürfen nur Personen über 18 Jahren zugänglich gemacht werden. Tatsächlich sehen heute aber die meisten Jugendlichen schon viel früher einmal oder auch öfter pornografische Abbildungen oder treffen ungewollt auf Pornos. Schau dir doch dazu einmal die Seite
„Sex und Gesetz“ auf unserer Homepage an.

In den meisten Pornos wird Sexualität überspitzt und realitätsfremd dargestellt. Pornofilme vermitteln deshalb vielfach ein falsches Bild von Frauen und Männern. Viele zeigen Frauen, die jederzeit bereit sind, mit jedem Mann,
der sie anmacht, Sex zu haben. Auch ist die heutige Film- und Fotobrache im Stande, die Aufnahmen so zu
gestalten, dass unmögliche Situationen entstehen. Beispielsweise werden andere Stimmen in Filmen synchronisiert, die nicht mehr der realen Gegebenheit entsprechen. Auch ist für den Betrachter nicht ersichtlich, ob die darstellenden Personen, insbesondere Frauen, Lust oder Schmerz, Ekel oder Freude empfinden und dies auch freiwillig tun.
Die Steigerung von sexueller Lust durch Abbildungen und Texten gehört seit Jahrtausenden zum Menschen. Dem gegenüber ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Jedoch nimmt heute dies durch die multimedialen Möglichkeiten vielfältige, vielfach auch illegale Formen an (Kinderpornografie, Sex mit Tieren, der Einbezug von Fäkalien oder Gewalt).
Deshalb ist es für viele Jugendliche eine Herausforderung, die gesehenen pornografischen Bilder oder Filme in der Realität einzuordnen. Das ist nicht immer einfach und bedingt, dass man daneben auch viele, für das eigene Leben hilfreiche Infos zum Thema Sexualität erhält. Auch musst du dir nicht alles ansehen, was die Pornoindustrie produziert und anbietet.

 
 
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